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Das nächste Customer Experience Forum findet am 20./21. Juni 2012 in Wien statt. Weitere Informationen auf: http://www.cx-forum.ch-
Letzte Beiträge im Blog
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- Erlebnisse die Bewegen – CX Fundstücke im April 2012
- Erfolgreich durch Differenzierung: Customer Experience im Retail Banking
- CEN-Xchange | 8. Mai | In einem Tag das Versicherungswesen revolutioniert
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Schlagwort-Archive: theater
Und noch einmal: Booom, boom, boom, bang!
Das Finale des CEN-Exchange 2010 ist im vorweihnachtlichen Stau der Veranstaltungen leider etwas untergegangen. Deshalb haben wir uns entschlossen, den Vortrag ganz einfach zu wiederholen. Actiongeladen auch diesmal.
Wie also Verhaltenswissenschaften und Theater aufeinandertreffen, gibt’s zum Nachlesen und –hören im Slidecast.
Kundenerlebnisse gezielt beeinflussen
Haben Sie es schon einmal erlebt, dass Sie endlich beim Hotel ankommen, in Ihr (gebuchtes!) Nichtraucher-Zimmer einchecken wollen, und Sie in diesem Moment mitgeteilt bekommen, dass es leider gerade kein freies mehr gibt? Na wunderbar…
Nun werden Ihnen folgende Möglichkeiten angeboten: ein Raucherzimmer zu nehmen, oder für 30€ ein Upgrade zu kaufen, so bekämen Sie Ihr Nichtraucherzimmer, plus Frühstück, WLAN und freie Minibar. Sie können Rauch nicht ausstehen und das Upgrade-Angebot erscheint Ihnen fair, also nehmen Sie das Upgrade dazu.
Im Zimmer legen Sie erst einmal die Füsse hoch und freuen sich über das kühle Bier aus der Bar. Keine 10 Minuten später klingelt das Telefon. Es ist die Rezeption. Sie entschuldigt sich nochmals und fragt, ob bei Ihnen alles zu Ihrer Zufriedenheit ist. Wow! Das haben Sie nicht erwartet. Na klar, alles tiptop, bei der Aufmerksamkeit! Und das Bier schmeckt.
Gut orchestriert, nach dem was wir von den Theaterwissenschaften gelernt haben. Alle 5 Regeln wurden erfüllt.
1. An Rituale halten
Check-In an der Rezeption
2. Unangenehmes zuerst aus dem Weg räumen
Sofortiger Hinweis, dass leider kein Zimmer mehr frei ist
3. Angenehmes stückeln, Unangenehmes zusammenfassen
WLAN, Minibar, Frühstück. So können Sie sich 3x freuen.
4. Auswahl ermöglichen
Raucherzimmer oder Upgrade
5. Ein starkes Ende
Nachfassen der Rezeption
Obwohl Sie mit einer ziemlich schlechten Nachricht empfangen wurden, gehen Sie zufrieden nach Hause und erzählen sogar noch Ihren Kollegen vom super Service vor Ort. Ziel mehr als erreicht, oder?
Wie sieht es aber mit der Ethik aus? Die Kunden werden ja schliesslich gezielt manipuliert. Finden Sie das in Ordnung?
Last but not least: unsere gesammelten CX Fundstücke
Da gab es den Papershow-Stift, der synchron zum Schreiben auf Papier die Aufzeichnungen direkt auf den Bildschirm projiziert.
Und zwei Ted-Talks:
- Denis Dutton über die Darwinian Theory of Beauty
- Emily Pilloton über Teaching design for a change
Booom, boom, boom, bang! CEN-Xchange Finale 2010 mit Erkenntnissen aus Verhaltenspsychologie und Theaterwissenschaften
Zum Saisonfinale des CEN-Xchange hat Glenn Oberholzer einen actiongeladenen Talk präsentiert und wir haben einen kurzen Überblick über die Highlights des Customer Experience Forum 3 vom 1. Dezember gegeben.
«CX» Fundstücke
::Memorable Customer Experiences: A Research Anthology
Diese Sammlung aus 16 Forschungsarbeiten und Fallstudien von über 25 Autoren beleuchtet das Thema „Experiential Marketing“ bzw. „Memorable Customer Experiences“ aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie zeigt auf, was hinter diesen schwammigen und oft missverstandenen Begriffen steckt und wie Firmen sich diese Strategien zunutze machen können, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
Die vollständige Rezension von Anita Stähli gab’s im Blogbeitrag im November.
Verhaltenspsychologie und Theaterwissenschaft treffen aufeinander
Schon im Mai haben wir einen kurzen Ausflug in die Welt des Theaters gemacht (siehe CEN-Xchange Mai) und nun haben wir den Faden wieder aufgenommen. Die Dramaturgie bzw. der Spannungsbogen von Filmen folgt gewissen Regeln, die auch für die Interaktion von Kunden mit Unternehmen gelten sollten, um die Erlebniskette gezielt und positiv zu beeinflussen. Zusammen mit weiteren Erkenntnissen aus der Verhaltenspsychologie hat Glenn 5 kurze Regeln zusammengefasst, anhand derer man die Customer Journey oder Kundenerlebnisskette optimieren kann:
- An Rituale halten
- Unangenehmes zuerst aus dem Weg räumen
- Angenehmes stückeln, Unangenehmes zusammenfassen
- Auswahl ermöglichen
- Ein starkes Ende
Die Begründung und Herleitung der Regeln gibt es auf Slideshare zum Nachlesen und -hören: Slidecast
Rückblick auf das Customer Experience Forum 3
Auf unserem Blog gibt es bereits eine kurze Zusammenfassung des Tages, deswegen konzentrieren wir uns hier auf die Diskussionen, die wir geführt haben.
Zum einen haben wir über die Fallstudie der Basler Versicherungen gesprochen, in der es um Corporate Wording für ein besseres Kundenerlebnis ging. Hier gibt es für viele Firmen – nicht nur für Versicherer – grosses Potential, verständlicher und ansprechender zu kommunizieren. Natürlich ist dies nur ein Glied in der Kundenerlebniskette. Aus Kundensicht ist es sicher wünschenswert, wenn die Marketing oder Kommunikationsabteilung sich des Themas annimmt. Eine noch grössere Wirkung kann erzielt werden, wenn diese Massnahmen als Teil einer überliegenden Initiative stattfinden, mit dem Ziel, ein konsistentes Kundenerlebnis über alle Touchpoints zu ermöglichen.
Wie auf dem Forum selbst bot auch auf dem CEN-Xchange der Vortrag von Ira Holl über die Flagship-Filiale Q110 der Deutschen Bank viel Diskussionsstoff. Auch wenn bezüglich der einzelnen Massnahmen und Elemente der Q110 nicht unbedingt nur Einigkeit besteht, so beeindruckte die grundsätzliche Haltung einer lernenden Organisation, die Dinge ausprobiert und Fehler als Teil des Lernprozesses bewusst in Kauf nimmt.
Derart inspiriert wurden verschiedene Ansätze diskutiert, wie Unternehmen die Hürden zu ihrer Kundschaft abbauen und sich als geschätzter, vertrauenswürdiger Partner besser in deren Leben integrieren könnten. Ob wir jemals ein Versicherungs-Café sehen werden, können wir natürlich nicht voraussagen. Wir sind sehr gespannt, wie sich Unternehmen den neuen Herausforderungen in gesättigten Märkten mit gut vernetzten und anspruchsvollen Kunden stellen werden und freuen uns darauf, mit unseren Ideen ein wenig Bewegung ins Spiel zu bringen.
Customer Experience – alles Theater. CEN-Xchange im Mai in der bühneS.
Für den CEN-Xchange im Mai haben wir uns kompetente Unterstützung aus Deutschland eingeladen. Adam Lawrence und Markus Hormess von Work•Play•Experience haben uns in einem spannenden Workshop mit viel Energie und Spass einen Überblick über verschiedene Methoden aus der Theaterwelt gegeben, die sie erfolgreich einsetzen, um Prozesse und Dienstleistungen zu entwickeln oder zu verbessern.
Mit einem guten Gespür für Tempo und Timing – wie wir gelernt haben mit das Wichtigste im Theater – haben die beiden uns auf eine kurze Reise genommen, an deren Anfang ein schweisstreibender Wachrüttler und am Ende eine Szene aus dem Servicealltag stand, die wir iterativ entwickelt und verbessert haben.
Die Grundlage für Grundlage für die Szene war ein Skript, das von den Teilnehmenden entwickelt worden ist. Dazu haben die Teilnehmer in Kleingruppen Kundenerlebnisse ausgetauscht und eine Vorselektion gemacht. Das spannendste Erlebnis wurde in Form eines Storyboards präsentiert und das ergiebigste Erlebnis zur weiteren Bearbeitung ausgewählt. Danach ging es auf die Bühne und zwar im wörtlichen Sinne. Die bühneS hat dazu einen entsprechenden authentischen Rahmen geboten.
In mehreren Schleifen wurde die Szene geprobt und schrittweise Verbesserungen aus Kundensicht eingefügt. Das spannende dabei war das Motto: nicht reden, sondern machen. Jede Person, die einen Verbesserungsvorschlag hatte, musste diesen direkt in die Szene einbringen. Dazu musste sie die entsprechende Rolle neu besetzen und in der Wiederholung der Szene die Veränderung erlebbar machen. Als weitere Steigerung wurde die Methode Subtext eingeführt. Dabei erhielt jeder Akteur einen Adjutanten, der die Gedanken und Gefühle des Akteurs verbalisiert hat. Mit dieser zusätzlichen Ebene wurden versteckte Botschaften offensichtlich und die Gegenüber hatten die Gelegenheit, auf neue Aspekte einzugehen und so weitere Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Als kleinen Eindruck dieser Übung haben wir hier einen kurzen Szenenmitschnitt auf Video festgehalten:
Nach zwei intensiven, lehrreichen und unterhaltsamen Stunden war unser Ausflug in die Theaterwelt leider auch schon vorbei. Das Publikum, mit Eindrücken und Ideen aufgeladen, konnte die Diskussion in einer nah gelegenen Bar fortsetzen und den Abend langsam ausklingen lassen.
Wir möchten uns an der Stelle nochmals bei allen Beteiligten für die aktive Teilnahme bedanken, insbesondere natürlich bei Adam und Markus. Boom, wow, wow, wow, BOOOOM.


















